Archiv: März 2010

Mi Mär 31, 2010

Jurorin sein: Ein Blick hinter die Kulissen eines Schreibwettbewerbs

In einer Jury sein, Jurorin sein – wie kommt man dazu, wie ist das, macht das Spaß? TT-Blog hatte die Gelegenheit, gleich drei Jurorinnen eines Schreibwettbewerbs danach zu fragen. Die Texttreff-Fachfrauen Ines Balcik, Heike Schmidt-Abidi und Julia Dombrowski waren in der Jury des Schreibwettbewerbs für Kinder und Jugendliche auf Kandil.de, über den hier bereits berichtet wurde. Fragen und Antworten, los gehts:

Welche Vorgeschichte hat dieser Wettbewerb?

Ines Balcik: Vor zehn Jahren gab ich das erste Mal mit Schokolade gefüllte Ramadankalender für Kinder heraus. Damals überschnitten sich Adventszeit und Ramadan. Mit den Kalendern wollte ich ursprünglich nur meinen eigenen Kindern ihre türkisch-islamische Seite schmackhaft machen im wahrsten Sinne des Wortes. Aus dieser Idee entwickelte sich das Informationsportal Kandil.de, das dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert.
In den Medien wird sehr viel über Integration geschrieben. Der Schreibwettbewerb enstand aus der Idee heraus, jungen Menschen direkt eine Stimme zu geben und zu erfahren, was ihnen am Herzen liegt.

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Wie ist Euer Resümee?

Ines Balcik: Ich war sehr gespannt, wie viele Einsendungen überhaupt kommen würden. Zunächst gingen die Beiträge nur zögerlich ein. In den letzten Tagen kamen noch einmal richtig viele Beiträge. Zu der Zeit war ich im Urlaub und Julia Dombrowski, die die Eingangsbestätigungen verschickte, hatte richtig viel Arbeit damit.
Sehr gefreut habe ich mich über die große Bandbreite der Beiträge: Manche schreiben über Fantastisches, andere über ihre Zukunftsängste, über Freundschaft, Alltag oder Fremdheit, um nur einige Themen zu nennen. Sachliches, Philosophisches, Unterhaltsames, Lyrisches – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Und genau das war das Problem für die Jury: Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schwierig sein würde, die Gewinner auszuwählen. Für mich hat jeder Text seine ganz eigene Schönheit. Letztlich musste ich als Mitglied der Jury erkennen, dass unsere Auswahl sehr subjektiv ist, so sehr wir uns auch um objektive Bewertungskriterien bemüht haben. Darin liegt eine große Verantwortung den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gegenüber, das ist mir sehr bewusst.
Ich sehe jetzt TV-Sendungen, in denen junge Leute durch eine Jury bewertet werden, mit ganz anderen Augen.

Heike Schmidt-Abidi: Als Ines Balcik mich fragte, ob ich Lust hätte, Jurymitglied zu werden, habe ich mich riesig gefreut. Ich habe selbst als Kind gerne Geschichten geschrieben und war sehr neugierig darauf, wie junge Menschen das heute tun, welche Themen sie bewegen, wie sie sich ausdrücken, welche Ideen sie haben.
Allerdings hätte ich es mir nicht so schwierig vorgestellt, die Wettbewerbsbeiträge zu beurteilen. Natürlich gab es welche, zu denen ich leichter einen Zugang fand als zu anderen, aber alle Geschichten waren interessant und lesenswert – und zugleich sehr unterschiedlich. Einige Teilnehmer haben mit ihrem tollen Schreibstil überzeugt, andere durch fantasievolle Ideen, wieder andere haben mich dadurch beeindruckt, wie authentisch ihre Geschichten sind und wie offen sie preisgeben, was sie im tiefsten Inneren bewegt.
Schockiert war ich teilweise von den Themen, die angesprochen wurden. Missbrauch kam ebenso vor wie Einsamkeit, Zukunftsangst, Ritzen, Drogen oder Mobbing. Aber es wurde auch von Liebe geschrieben und Solidarität, Menschlichkeit und Toleranz.
Oberflächlichkeit ist etwas, was man den Teilnehmern nun wirklich nicht vorwerfen kann. Alle, selbst die jüngsten Teilnehmer, haben sich viele Gedanken gemacht und kamen dabei zu so wichtigen Erkenntnissen wir: „Mach was aus deinem Leben und nutze jede Chance. Sei verantwortungsbewusst und aktiv. Die Zukunft ist, was du draus machst!“ Das klang als Botschaft in vielen Beiträgen an, was mich sehr gefreut und beeindruckt hat.

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Julia Dombrowski: Ich fand es großartig, als Ines Balcik mich fragte, ob ich der Jury angehören möchte. Ich war noch nie Jurorin, bloß mal lebendiges Applausometer während eines Satireabends. Nein, im Ernst, ich war wirklich ein wenig aufgeregt vorher – hätte mir allerdings nicht träumen lassen, wie schwierig die Aufgabe dann sein würde. Die Beiträge waren unheimlich unterschiedlich, es gab ja keinerlei thematische Vorgaben – manche haben sich mit ernsten Themen auseinandergesetzt wie Mobbing in der Schule, Ausgrenzung, Machtmissbrauch, Zukunftsängsten. Andere haben ganze Fantasiewelten erschaffen, wieder andere sehr unterhaltsam und launig geschrieben. Diese Texte gegeneinander abzuwägen, war richtig, richtig schwierig. Entschieden haben wir letztlich danach, wie sehr uns Texte berührt haben, weil sie entweder sehr fantasievoll oder sehr reflektiert waren – oder sogar beides.
So viel Spaß mir die Auseinandersetzung mit den Beiträgen gemacht hat, so sehr bedaure ich, dass jede Entscheidung für einen Text gleichzeitig bedeutete, dass dafür ein anderer ausscheiden musste, der mich ebenfalls angesprochen hatte. Nein, leicht war es nicht.

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Im September findet in der Nähe von Frankfurt am Main eine offizielle Abschlussveranstaltung statt, bei der das Buch zum Wettbewerb vorgestellt wird – TT-Blog wird berichten!

Andrea Groh am 31. März 2010, 22:03 | 0 Trackbacks | Preise und Auszeichnungen

Di Mär 30, 2010

Menschenrechte im Fokus

Texttreff-Mitglied Marion Schweizer gibt seit 2007 die „Edition Menschenrechte“ im Horlemann Verlag heraus. Die Bücher bieten allen Lesern und Leserinnen einen Einstieg in verschiedene Menschenrechtsthemen. Sie eignen sich besonders als Grundlage für die politische Bildung.

Marion Schweizer

In jedem Buch dieser Reihe wird ein spezielles Thema aus dem vielschichtigen Bereich der Menschenrechte behandelt. Die „Edition Menschenrechte“ ermöglicht einen Einstieg in die Themen Folter, Todesstrafe, Kinderrechte, Asyl, Terror, geheime Haft, Streubomben und Behinderung.

Literarische Kurzgeschichten bringen den Leserinnen und Lesern das Thema auf einer sehr emotionalen Ebene näher. Die Menschen stehen dabei im Mittelpunkt. Durch die Geschichten können die Leserinnen und Leser einzelne Schicksale nachvollziehen und erhalten dadurch einen anderen Zugang, als durch die Vermittlung reiner Fakten.

Verschwunden

Im zweiten Teil der Bücher werden die Fakten zu den jeweiligen Themen erläutert. Welche Entwicklungen haben die einzelnen Phänomene durchlaufen? Welche Ursachen und Auswirkungen gibt es? Wie viele Menschen sind davon betroffen? Welche Perspektiven bestehen für die Verbesserung der Menschenrechtssituation? Welche Handlungsmöglichkeiten hat jeder Einzelne, etwas an der gegenwärtigen Lage zu ändern? Fragen wie diese werden im Sachteil in einfacher Sprache und für jeden verständlich erläutert.

Die Reihe wird kontinuierlich, mit ein bis zwei Bänden pro Halbjahr, fortgesetzt. Im Herbst dieses Jahres erscheint ein Band zum Thema „Straflosigkeit“. Marion Schweizer erklärt: „Es geht um die Tatsache, Verantwortliche für schwere Menschenrechtsverletzungen, etwa Völkermord oder Kriegsverbrechen, wie Massaker an der Zivilbevölkerung oder Massenvergewaltigungen, zur Rechenschaft zu ziehen. Noch vor zehn Jahren ging das so gut wie gar nicht. Seit 2003 gibt es immerhin den Internationalen Strafgerichtshof. Da hat sich also etwas getan.“ Für Frühjahr 2011 ist ein Buch über das Thema „Frauenrechte“ geplant.

Bestellen kann man alle Bücher der „Edition Menschenrechte“ hier.

Katrin Zinoun am 30. März 2010, 17:03 | 0 Trackbacks | Bücher

So Mär 28, 2010

Aktuelle Projekte im Unternehmen Lyrik

Texttreff-Mitglied Michaela Didyk steht ein rühriger April bevor – zwei Projekte ihres Unternehmen Lyrik sollen hier kurz vorgestellt werden:

In der Aprilrunde der "Monatsgedichte" übernimmt Ursula Haeusgen die Jury. Unter dem Motto "Spiegelbilder" können Gedichte bis zum 14. April gepostet werden. Um an diesem Projekt von Unternehmen Lyrik teilzunehmen, ist eine Erstanmeldung nötig.
Bereits 1989 gründete Ursula Haeusgen das Lyrik Kabinett München, damals noch als Buchhandlung für internationale Poesie – doch schon mit reger Lesungsaktivität. 2003 in eine Stiftung verwandelt, ist das Lyrik Kabinett nach der “Poetry Library” in London heute die zweitgrößte Lyrikbibliothek in Europa.

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Noch bis zum 20. April 2010 können sich deutschsprachige Dichterinnen und Dichter um das Online-Stipendium von Unternehmen Lyrik bewerben. Es handelt sich um ein Jahresstipendium "in Form frei zugänglicher online-Kurse sowie individueller Betreuung im Wert von 2400 Euro. Die Förderung soll – über das Internet ortsunabhängig – Lyrikerinnen und Lyrikern die Perfektionierung des poetischen Handwerks ermöglichen und zur Festigung eines eigenen poetischen Ausdrucks beitragen."
Weitere Informationen zu diesem Stipendium gibt es hier.

Andrea Groh am 28. März 2010, 23:03 | 0 Trackbacks | Projekte

Mi Mär 24, 2010

Schreibwettbewerb auf Kandil.de: Die Gewinner stehen fest!

Texttreff-Mitglied Ines Balcik lobte im vergangenen Jahr auf ihrem Portal Kandil.de einen Schreibwettbewerb für Kinder (bis 13 Jahren) und Jugendliche (bis 20 Jahren) aus. "Jetzt schreiben wir!", lautete das Motto, und es galt, in einer beliebigen Textform von Gedicht über Reportage bis Kurzgeschichte aufzuschreiben, was die Kinder und Jugendlichen bewegt.

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Zwei weitere Texttreff-Mitglieder haben Ines als Jurorinnen unterstützt: Heike Schmidt-Abidi und Julia Dombrowski. Zur Jury gehörten außerdem die Autorin Nilgün Tasman und der Schüler Yunus Balcik. Schirmherr des Wettbewerbs war der deutsch-amerikanische Schriftsteller P. J. Blumenthal. Die Jury hatte die schwierige Aufgabe, aus rund 150 Einsendungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Bulgarien die Gewinner auszuwählen.

Nun stehen die Sieger fest, sie können auf Ines' Seite nachgelesen werden. Im September wird außerdem in der Nähe von Frankfurt am Main eine offizielle Abschlussveranstaltung stattfinden. Dabei soll unter anderem das Buch zum Wettbewerb vorgestellt werden, ein Sammelband mit 35 ausgewählten Beiträgen.

Andrea Groh am 24. März 2010, 23:03 | 0 Trackbacks | Preise und Auszeichnungen

Do Mär 18, 2010

Zwei neue Kinderbücher von Bärbel Oftring

Bei Texttreff-Mitglied Bärbel Oftring geht es in diesem Jahr rund: Nach dem – in Zusammenarbeit mit dem NABU entstandenen – Naturbuch "Nix wie raus!" gibt es im März ganz neu "Mein erstes Krabbelkäfer-Buch" sowie "Das Becherlupen-Forscherbuch".

Mein erstes Krabbelkäfer-Buch
(März 2010, erschienen im moses-Verlag, kostet 8,95 EUR)
"In diesem Buch warten Biene, Ameise, Ohrwurm, Libelle und viele andere Tiere darauf, von kleinen Forschern im Kindergartenalter ab 3 Jahren entdeckt und beobachtet zu werden. Kinder finden darin jede Menge Anregungen für erste Naturerfahrungen: Wie viele Beine hat ein Marienkäfer? Wie tragen Ameisen ihre Nahrung? Wo ist vorne und wo ist hinten beim Regenwurm?
Außerdem gibt es jede Menge Hintergrundwissen über die kleinen Krabbler sowie eine Seite für die Eltern mit Tipps für Exkursionen in die Natur mit kleinen Kindern. Nett sind auch die 34 Sticker mit den Protagonisten aus dem Buch."

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Das Becherlupen-Forscherbuch
(März 2010, erschienen im moses-Verlag, kostet 9,95 EUR)
"In diesem Mitmach-Buch für unterwegs werden – gegliedert nach vier heimischen Lebensräumen Haus, Wald, Feld und Wiese sowie Gewässer – jede Menge Tiere vorgestellt, die in der Becherlupe beobachtet werden können. Zu jedem Tier gibt es einen Steckbrief, Beobachtungsideen, Experimente und Platz für eigene Notizen und Zeichnungen: Was habe ich beobachtet? Wo habe ich das Tier entdeckt?
Zudem ist das Buch voller Anregungsideen für weitere Beobachtungen mit der Becherlupe – einen Regenwurm beim Kriechen zuhören, eine Wolfsspinne bei der Jagd beobachten, einer Libelle beim Schlüpfen aus der Larvenhaut zuschauen, eine Blüte im Detail entdecken.
In der Zip-Tasche können Blätter, Blüten, Federn und anderes Fundgut gesammelt und aufbewahrt werden – und ein Expedition-Natur-Bleistift ist auch dabei."

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Dann hoffen wir mal, dass der Frühling langsam einzieht und Regenwurm, Biene und Co. sich wieder draußen sehen lassen! (Denn Tiere im Schnee konnten wir lange genug beobachten, nicht wahr?)

Andrea Groh am 18. März 2010, 09:03 | 0 Trackbacks | Bücher

Di Mär 16, 2010

Frisch relauncht vom virtuellen Textinen-Team: Das CWT Connect Magazine

Ein Beispiel dafür, dass virtuelle Teams bestens funktionieren: Das CWT Connect Magazine, das Kundenmagazin des führenden Geschäftsreiseanbieters Carlson Wagonlit Travel (CWT) www.carlsonwagonlit.de für Deutschland und Österreich, hat mit seiner aktuellen Ausgabe 01/2010 einen erneuten Facelift erfahren.

Das CWT Connect Magazine nach dem Relaunch
http://www.e-cwt.net/cwtworld/pageflip/connect_2010_01/index.html

Gestemmt haben das zusammen mit dem Kunden und der Agentur Graphicon www.graphicon.de vier Kolleginnen aus dem Texttreff:

Chefredakteurin ist Annette Lindstädt www.worthauerei.de.

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Sie betreut das Magazin ihres Stammkunden seit 2004 und schreibt Beiträge vor allem in den unternehmensnahen Rubriken. Zudem ist sie für die Bildauswahl zuständig und schaut der Grafikagentur in Sachen Layout auf die Finger.

Dorothee Köhler www.scriptics.de schreibt Beiträge für fast alle Rubriken mit Schwerpunkt auf Ratgeberartikeln. Außerdem jongliert sie mit PR-Beiträgen und Korrektur-PDFs, die alle über ihren Tisch gehen.

Ina Baumbach www.baumbach-text.de recherchiert sich in ferne Länder und schreibt die Destinationsartikel.

Die Schlussredaktion teilen sich Annette Lindstädt und Dorothee Köhler.

Antje Winkler www.lektorat-correct.de findet alle Tippfehler, Schusterjungen und Hurenkinder. Außerdem mit im Boot ist der Gastrosoph Nikolai Wojtko www.gastrosophie.eu, der in jeder Ausgabe den jeweiligen Länderschwerpunkt aus kulinarischer Sicht beleuchtet.

Dieses Team sitzt an Schreibtischen in Heidelberg, Mannheim, Berlin, Leipzig und Köln. Es betreut außerdem noch die Schweizer Ausgabe des Magazins, die dreisprachig auf Englisch, Deutsch und Französisch aufgelegt wird.

Das Magazin erscheint alle drei Monate in einer Printauflage von 9.500 (CH: ca. 3.000). Es richtet sich an Travel Manager und Reisende bei Kunden von CWT. Jede Ausgabe hat einen Länderschwerpunkt (01/2010, gerade erschienen: Brasilien), der durch verschiedene Artikel beleuchtet wird.

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, blättere im E-Paper: http://www.e-cwt.net/cwtworld/pageflip/connect_2010_01/index.html

Gudrun Sonnenberg am 16. März 2010, 17:03 | 0 Trackbacks | Projekte

Mo Mär 15, 2010

Katrin Greiner, freie Lektorin, auf der Buchmesse in Leipzig

Wie andere Texttreff-Mitglieder, wird auch Katrin Greiner, Freie Lektorin und Journalistin, auf der Leipziger Buchmesse ihre Arbeit vorstellen. Am Donnerstag, dem 18. 3. 2010, liest der von ihr betreute Autor „Kansbar Wyderle“ aus seinem Lebensroman „Ein Zilpzalp verzählt im Weidenlaub“.
Am Sonntag, dem 21. 3. 2010, präsentiert Katrin den „Verlag Janos Stekovics“ (Halle 5: C104), für den sie als freie Lektorin tätig ist.
Autorenbetreuung, freies Lektorat, Verbandsarbeit – wer sich über die Arbeit von LektorInnen informieren will, kann das am Stand des „Verbandes der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)“ machen (Halle 5, C309). Katrin Greiner wird dort an zwei Messetagen Fragen über die Arbeit der Lektoren und zum VFLL beantworten.

Katrin Zinoun am 15. März 2010, 15:03 | 0 Trackbacks | Veranstaltungen

Mi Mär 10, 2010

Judith Binias: "Insomnia - Begegnungen unter der nächtlichen Sonne"

"Insomnia ist mehr ein Gefühl, ein Zustand, als eine Tatsache. Es ist das Gefühl, wenn der Wachzustand aufgrund von Schlaflosigkeit überlastet ist und Träume in die Realität dringen. Das Bewusstsein ist frei von den Ketten der Realität und offener für Empfindungen und Wahrnehmungen, die nicht minder wirklich sind.

Durch meine Gedichte und Texte möchte ich einen Einblick in meine Perspektive aus Insomnia auf die Welt anbieten. Auf kleine Momente zwischen zwei Sekunden hinweisen, auf das Zwinkern in einer Starre und den Geschmack von Erinnerungen auf der Zunge. Erlebnisse und Erfahrungen, seien sie schön oder schrecklich, können so an Kontur gewinnen und selbst das Grausame an Ästhetik. Denn wenn man das Wort, nach dem man schon so lange sucht, aber es bisher nie gefunden hat, empfindet, ist man frei, es zu bewahren oder loszulassen."

So beschreibt Texttreff-Mitglied und Autorin Judith Binias ihren (nächtlichen) Blick auf die Welt, den sie in ihren sensiblen, lebensnahen und gesellschaftskritischen Gedichten in Worte fasst. Im vergangen Jahr feierte sie nicht nur die Uraufführung des 2. Teils ihrer Stückereihe "Pantha Rhei - Alles fließt", sondern brachte auch ihr erstes Buch heraus. Nun folgt der 2. Band ihrer Lyrikreihe. "Insomnia - Begegnungen unter der nächtlichen Sonne" erzählt von eben diesen, mit sich und anderen und den Spuren, die diese Begegnungen hinterlassen.

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Judith Binias: "Insomnia - Begegnungen unter der nächtlichen Sonne", Shaker Media Verlag 2010, ISBN 978-3868585421. Erhältlich bei amazon und im Bücherzentrum Unna.

Daniela Dreuth am 10. März 2010, 08:03 | 0 Trackbacks | Bücher

Di Mär 09, 2010

1. Berliner Krimimarathon mit Petra A. Bauer

Texttreff-Mitglied Petra A. Bauer ist am Donnerstag, dem 11. März 2010, mit von der Partie beim 1. Berliner Krimimarathon.

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Es lesen sieben AutorInnen aus ihren Kriminalromen und -geschichten, die Musik kommt von Martin Zwingmann (Gitarre und Gesang).

Ort: Restaurant Freiraum, Buchholzer Str. 5, 10437 Berlin
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 6,- Euro

Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Veranstalters, Wortmotive – Die Krimilesebühne.

Andrea Groh am 09. März 2010, 22:03 | 0 Trackbacks | Veranstaltungen

Texttreff liest mit

Auf der Leipziger Buchmesse und dem Lesefest „Leipzig liest“ werden auch einige Mitglieder des Texttreffs vertreten sein. Folgende Stationen sollten bei jedem Messebesuch eingeplant werden.

Carmen Winter liest am 19.03., um 20.00 Uhr im Panometer Leipzig, aus "Heimat. Heimweh, Heimsuchung", einem „Lesebuch für moderne Nomaden aus Ost und West“(mehr dazu hier). Umrahmt von Musik der Chanson-Band "Der Singende Tresen", werden Erzählungen, Essays, Satiren und Gedichte verschiedener Autoren gelesen.

Sarah Ines Struck präsentiert sinnliche Bücher aus dem Storia Verlag am Gemeinschaftsstand des Börsenvereins in Halle 4 (Stand B300/400). Der Verlag veröffentlicht „Belletristik aus dem vollen Leben, Erotika mit Niveau, Ratgeber zu Genießerthemen und Fotobände“.

Musikalisch geht es bei„The Grooves“ zu. Sprachen lernen mit Musik heißt das Konzept, welches Eva Brandecker in ihrem Hörbuchverlag umsetzt. Reinhören kann man am Gemeinschaftsstand der Hörbuchverlage in Halle 3 (Stand D300/400).

Die Leipziger Buchmesse findet vom 18. - 21. März in Leipzig statt. Das Programm bietet für jeden etwas. Lesungen und andere Veranstaltungen finden in diesen Tagen überall in Leipzig, an über 300 Spielstätten, statt.

Wir wünschen viel Spaß auf der Messe und den Texttreff-Mitgliedern viele Besucher!

Katrin Zinoun am 09. März 2010, 08:03 | 0 Trackbacks | Veranstaltungen

Mo Mär 08, 2010

Wie ticken die Schweizer? Zwei Diskussionsrunden im März

Texttreff-Mitglied Susann Sitzler wird im März 2010 als Diskussionsgast an zwei öfftenlichen Diskussionen, in denen es um die Schweiz und die Schweizer geht, teilnehmen.

Susann ist freie Autorin, 1970 in Basel geboren und dort aufgewachsen. Seit 1996 lebt sie in Berlin. Sie arbeitet für Printmedien wie Die Zeit, Rundfunk wie DeutschlandRadio Kultur und hat mehrere Bücher zur Schweizer Mentalität geschrieben, u.a. "Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche" (Ch. Links Verlag), das 2009 in der 5. Auflage erschienen ist.

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Susann gibt im Folgenden nähere Informationen zu beiden Veranstaltungen:

Das erste Gespräch findet am Mittwoch, dem 10. März um 18 Uhr bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin statt (Rauchstrasse 17/18, 10787 Berlin). Veranstalter ist Inforadio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg. Das Gespräch wird aufgezeichnet und im Rahmen der Sendereihe "Botschaftermatinée" am Sonntag, dem 14. März um 11.05 Uhr auf Inforadio Berlin 93,1 ausgestrahlt. Wiederholungen gibt es um 16.05 und 21.05 Uhr am selben Tag.

Gesprächsgast bin ich zusammen mit dem Schweizer Botschafter in Berlin, Christian Blickenstorfer und dem Wirtschaftsprofessor Charles B. Blankart von der HU. Die Teilnahme an der Aufzeichnung ist öffentlich und kostenlos, man muss sich allerdings anmelden. Das geht über eine Einladung, die man via Newsletter von Inforadio erhält (über http://www.inforadio.de/newsletter). Das Zuhören am Radio oder im Internet erfolgt dann aber ganz unkompliziert... Die Frequenzen stehen unter http://www.inforadio.de/frequenzen/index.html, es gibt auch einen Livestream.

Das zweite Gespräch findet am Mittwoch, dem 17. März ab 19 Uhr im Kulturzentrum Helferei, Kirchgasse 13, in 8001 Zürich/Schweiz statt. Es trägt den Titel "Die Schweiz zwischen Kuhglocke und Krise". Ich werde dort ehemaligen Chefdiplomaten der Schweiz, Franz von Däniken interviewen. Dieser war u.a. maßgeblich an der Aushandlung der Bilateralen Verträge II zwischen der Schweiz und der EU beteiligt. Andere Gesprächsgäste werden u.a. der Schriftsteller Charles Lewinsky und der Philosoph Ludwig Hasler sein. Außerdem gibt es mehrere Filme und Musik. Das genaue Programm findet man unter http://www.stadtgespraech.ch.

Website Susann Sitzler: http://www.susann-sitzler.de/

Andrea Groh am 08. März 2010, 12:03 | 0 Trackbacks | Veranstaltungen

Do Mär 04, 2010

Hilft das gegen Winterfrust? Jana Männig schreibt über "Lauter süße Sachen"

Der Winter bleibt noch eine Weile, Sonne und Wärme rücken in die Ferne. Schokolade essen manche jetzt auch nicht, denn es ist ja Fastenzeit. Was tun? Ob es hilft, über Schokolade zu lesen? Das mag zumindest ein wenig ablenken vom Grau draußen und vom Süßigkeitenverzicht.

Von Texttreff-Mitglied Jana Männig ist im November 2009 "Lauter süße Sachen. Von Brockensplittern, Bambina & Hallorenkugeln. Die Schokoladenseite der DDR" erschienen. Mit dem Thema Essen – speziell Süßigkeiten – in der DDR hat sich die Historikerin und Autorin schon öfter schreibenderweise beschäftigt. In diesem Buch geht es nun um die großen Süßigkeitenmarken in der DDR und um ihre Geschichte.

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Die Süßigkeitengeschichte der DDR wurde stark von Rohstoffmangel geprägt, Kakao war zum Beispiel Mangelware, die gegen Devisen importiert werden musste. Der Mangel kitzelte oft Erfindungsgeist wach, und es entstanden Produkte, die zum Teil bis heute gern gekauft werden.

Da sind zum Beispiel die Knusperflocken von Zetti, die erfunden wurden, um den Ausschuss – Knäckebrotbruch – aus der Burger Knäckebrotfabrik verwerten zu können. Bald war die Nachfrage so groß, dass der Ausschuss nicht mehr reichte – auch eine Erfolgsgeschichte!

Viele Informationen, zahlreiche Bilder und nette kleine Geschichten, die man im Netz nicht unbedingt findet, bietet das Buch von Jana Männig. Und die Aufmachung ist so hell und freundlich, dass sie eine kleine Ahnung von Frühling vermittelt...

Jana Männig: "Lauter süße Sachen. Von Brockensplittern, Bambina & Hallorenkugeln. Die Schokoladenseite der DDR"
BuchVerlag für die Frau
136 Seiten, 14,90 Euro
Website der Autorin: http://www.jana-maennig.de/

Andrea Groh am 04. März 2010, 09:03 | 0 Trackbacks | Bücher

Di Mär 02, 2010

Tag für Tag gute Texte - von Elke Hesse und Ines Balcik

Im Duden-Verlag erscheint jedes Jahr ein Tagesabreißkalender. Er erklärt Tücken, Finessen und Alltägliches aus der deutschen Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl. Und zwar so, dass es jeder versteht. Weil es ein Kalender ist, kommt er nicht langweilig, sondern äußerst unterhaltsam daher. Neuerdings enthält er auch Übungen. Weil es schön ist, dass es solche Kalender gibt, tut es gut zu wissen, dass der Kalender für 2011 schon im Druck ist und die Autorinnen Elke Hesse und Ines Balcik, beide Texttreff-Mitglieder, schon am Kalender 2012 arbeiten.

Mehr über den Duden-Kalender steht auf Elke Hesses Website:

http://wort-gestalten.de/text-konzept/kalender/

Wer mehr Bücher von Elke Hesse lesen oder verschenken möchte, schaue sich unter ihren Geschenkbüchern und den Übersetzungstiteln um:

http://wort-gestalten.de/text-konzept/geschenkbuch/
und
http://wort-gestalten.de/uebersetzung/

Aktuell sind die beiden Blumen-Bücher:
"Ich schenk dir Blumen, weil ich dich mag"
... "Blumen, weil ich dich liebe"

Sie enthalten liebevolle Texte, die sich an den Beschenkten richten, und erstklassige Blumenfotos.

Elke Hesse ist freiberufliche Werbetexterin und Werbelektorin. Die Geschenkbücher entstehen als kleine "Lustobjekte" nebenher entstehen, aus langjähriger Verbundenheit und Zugehörigkeit zum Buchverlagswesen (als langjährige Festangestellte in diversen Buchverlagen).

Duden-Kalender: Auf gut Deutsch! 2010
Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl einfach erklärt.
Jetzt mit Übungen.
Konzeption und Texte von Elke Hesse und Tilmann Haberer.320 Blatt (640 Seiten), zweifarbig, zum Aufhängen oder Aufstellen.
ISBN: 978-3-411-80412-2
9,99 € (D) 9,99 € (A) 19.80 CHF

Elke Hesse (Texte), Dirk Heckmann (Fotos)
Ich schenke dir Blumen, weil ich dich liebe
Knesebeck Verlag
ISBN 978-3-89660-510-817
5 x 17,5 cm, gebunden, 48 Seiten,
mit 22 farbigen Abbildungen
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Preis: 9,95 € (D)

Elke Hesse (Texte), Dirk Heckmann (Fotos)
Ich schenke dir Blumen, weil ich dich mag
Knesebeck Verlag
ISBN 978-3-89660-510-817
5 x 17,5 cm, gebunden, 48 Seiten,
mit 22 farbigen Abbildungen
Erscheinungsdatum: August 2008
Preis: 9,95 € (D)

Gudrun Sonnenberg am 02. März 2010, 15:03 | 0 Trackbacks | Bücher

Christine Peter: Geheimtipps fürs Rheinland

Der Frühling naht, der Unternehmungsgeist erwacht. Zeit, sich diesen Reiseführer zuzulegen: "Köln, Bonn und das südliche Rheinland", verfasst von Texttreff-Mitglied Christine Peter und Wolfgang Michel.

Vorgestellt werden einerseits Städte: Köln, Bonn und Leverkusen, sowie weitere Städte am Rhein. Und hier lernt man nicht nur die üblichen Sehenswürdigkeiten kennen, sondern auch das, was schön oder schräg ist und das Leben in der Region bereichert. Ein "Heino"-Cafè zum Beispiel, Freiluft-Kunst am Rhein, der Christopher Street Day, Dampferfahrten auf dem Rhein.

Andererseits leistet der Reiseführer Pionierarbeit, denn er stellt auch die in der Reiseliteratur eher mager vertretenen Gebiete Bergheim und Erftkreis vor, unspektakulär und unbekannt, und doch voller Kleinodien: Alte Schlösser und Burgen, hübsche Dörfer, jahrhundertealte, teils gut erhaltene Ortkerne, und echte Landluft.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Buches ist seine ökologische Ausrichtung. Es enthält nicht nur Hinweise auf entsprechende Angebote wie Bio-Bauernhöfe. Sondern es achtet immer darauf, dass die Ausflugsziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Was, wie Ortskundige wissen, außerhalb der Städte dieser Region durchaus eine Herausforderung sein kann.

Christine Peter studierte Anglistik, Germanistik und Geografie in Köln und Kapstadt/Südafrika. Zuvor absolvierte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Nach Stationen als Redakteurin und CvD lebt sie heute als freie Lektorin und Autorin in Köln.

Bild-Alternativtext fehlt

Christine Peter/Wolfgang Michel:
"Köln, Bonn und das südliche Rheinland"
2009, Peter Meyer Verlag, Frankfurt
EUR 16,95
ISBN: 978-3898593120
256 S., zahlreiche Fotos und Karten

Gudrun Sonnenberg am 02. März 2010, 15:03 | 0 Trackbacks | Bücher

Mo Mär 01, 2010

Ricarda Essrich: Mein neues Leben - Schweden

Viele Menschen träumen davon, Deutschland für immer zu verlassen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche suchen besseres Wetter, andere das Abenteuer und wieder andere ziehen einfach der Arbeit hinterher. In der Dokusoap "Mein neues Leben" ist immer wieder zu sehen, wie blauäugig einige ins Ausland ziehen - ohne Sprachkenntnisse, Arbeit und Wissen über die Kultur des Ziellandes. Dabei sollte eine Auswanderung gut durchdacht sein, denn es gibt eine Menge zu bedenken und vorzubereiten.

Allen, die es nach Schweden zieht, sei der Ratgeber "Mein neues Leben - Schweden" von Texttreff-Mitglied Ricarda Essrich ans Herz gelegt. Nach einigen einführenden Informationen über das Land erfährt der Leser alles, was er beim Auswandern beachten sollte: welche Formalitäten er noch in Deutschland erledigen muss, wo er am schnellsten Schwedisch lernt, wie er den Umzug organisieren kann, wie er Arbeit in Schweden findet, welche Amtsgänge dort zu erledigen sind, wie das Schulsystem aufgebaut ist, usw. Abgerundet wird das Buch durch Erfahrungsberichte von bereits ausgewanderten Deutschen.

Ricarda Essrich studierte Skandinavistik und Linguistik in Köln. Sie arbeitet freiberuflich als Übersetzerin für Schwedisch, Norwegisch und Dänisch sowie als Lektorin für Verlage und Unternehmen.



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Ricarda Essrich: Mein neues Leben – Schweden: Der Ratgeber zum Auswandern. Einwandern, Leben und Arbeiten in Schweden. 116 Seiten. Verlag Rat & Reise 2009. Euro 14,90, ISBN: 978-3865511546.

Daniela Dreuth am 01. März 2010, 08:03 | 0 Trackbacks | Bücher