Archiv: Mai 2010

Sa Mai 15, 2010

Einmal im Jahr: der Texttreff im Wendland

Der Texttreff ist in erster Linie ein Forum im Internet, die Texttreff-Frauen begegnen sich jedoch durchaus auch 'in echt', beispielsweise bei Regionaltreffen. Außerdem gibt es zwei Termine im Jahr für größere Treffen. Der eine liegt im Herbst, in wechselnden Städten, teilnehmen kann, wer Zeit und Lust hat. An ein-zwei Tagen bietet sich die Gelegenheit, andere Texttreff-Mitglieder kennenzulernen, wiederzusehen, sich mit ihnen auszutauschen.

Der zweite Termin ist im Frühjahr, es handelt sich um ein Workshop-Wochenende im Wendland, in der Proitzer Mühle. Die Teilnehmerzahl hier ist begrenzt, die Plätze sind in der Regel innerhalb weniger Minuten vergeben. Warum das so ist, erzählt Texttreff-Mitglied und Autorin Nora Günther, die dieses Jahr dabei war.

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"Wenn 65 wortgewaltige Frauen ins beschauliche Wendland einfallen, wird es lustig, informativ und unvergesslich. Doch bevor frau das Texttreff-Jahrestreffen mit genialen Workshops und sogar Wellness in der Proitzer Mühle erleben kann, muss sie die Hürde der Anmeldung meistern – mit Startschuss und Passwort. Und nach wenigen Minuten ist alles vorbei, sind sämtliche Plätze gebucht für die Fortbildung in Sachen Marketing und Management, Schöpferkraft und Gestaltung, Entlastung und Erholung ...

Für mich als Newbie war alles neu und faszinierend. Das gemütliche Zimmer, die anregenden Gespräche mit so vielen fachkundigen Frauen, dazu der Workshop von Heide Liebmann über Verhandlungsspielräume, der von Sabine Faltmann über Nischenvermarktung, auch der von Tanja Finke-Schürmann über Marktforschung und nicht zuletzt der von Annette Lindstädt, die die Überlebensstrategien im Heimbüro erläuterte.

Natürlich hätte ich auch gern mit Petra Busch ausführlich über Krimis gefachsimpelt, mit Julia Dombrowski den inneren Buchhalter analysiert, von Petra Plaum gehört, wie Redaktionen zu begeistern sind und von Sabine Olschner Kreativitätstechniken gelernt und und und.

Aber alle mussten sich aus Zeitgründen für eine begrenzte Anzahl der Workshops entscheiden und sich den Rest der Neuigkeiten und Erfahrungsberichte abends in der urigen Gaststube erzählen lassen. Natürlich konnten wir uns – trotz Dauerregen – auch an der Natur erfreuen, die Stille bei Kräuterwanderungen und das reichhaltige Büffet in der Mühle genießen ... oder Kanons im Ballsaal schmettern und vieles mehr.

Schade, dass es schon vorbei ist. Immerhin habe ich mir den Termin für das nächste Wendlandtreffen bereits im Kalender markiert – und die Anmeldung werde ich garantiert nicht verpassen."

Nora Günther
Autorin
http://www.nora-g.de

Andrea Groh am 15. Mai 2010, 19:05 | 0 Trackbacks | Veranstaltungen

Annette Bopp im Medium Magazin

Annette Bopp, Texttreff-Mitglied seit 2005, hat mit dem Medium Magazin (Ausgabe 04-05/2010) über ihre Arbeit als freie Journalistin gesprochen. In dem Artikel „Freie Widrigkeiten“ geht es zunächst um ihre Arbeit als freiberufliche Journalistin. Annette Bopp erzählt vom Alltag und von ihrer erfolgreichen Laufbahn.

Es werden aber auch Probleme angesprochen. Das niedrige Honorar, welches Journalisten für ihre Arbeit bekommen, ist immer wieder ein Thema, welches die Gemüter erhitzt. Die Autorin des Artikels, Isabelle Buckow, hat eine Studie zur beruflichen Identität von freien Journalisten durchgeführt. Diese ist auf www.freischreiber.de abrufbar. Das Honorar vieler freier Journalistinnen und Journalisten befindet sich in einer nach unten gerichteten Preisspirale. Die Verlage finden immer jemanden, der für noch weniger Honorar einen Auftrag annimmt. Auch die Qualität der Texte sinkt aufgrund dessen.

Viele Journalisten können nur hohe Qualität liefern, wenn Sie eine Mischkalkulation betreiben. Sie nehmen gut bezahlte PR-Aufträge an und können damit ihren eigentlichen Beruf, den des Journalisten, beibehalten. Ohne PR-Aufträge kann sich kaum ein Journalist oder eine Journalistin über Wasser halten. Solange die Tätigkeiten streng voneinander getrennt werden und transparent nach außen dargestellt werden, halten viele Journalisten das für moralisch vertretbar. Auch Annette Bopp vertritt diese Meinung.

Den Artikel kann man im aktuellen Medium Magazin nachlesen.

Katrin Zinoun am 15. Mai 2010, 17:05 | 0 Trackbacks | Pressespiegel