Archiv: Mai 2011

Fr Mai 27, 2011

Schüler schreiben Lyrik

Kinder und Jugendliche, so denkt man oft spontan, können Gedichten nichts abgewinnen. Vor allem in der Schule, wo sie sie hinterfragen und interpretieren müssen. Das Projekt „Zwiesprache Lyrik“ in Bremen hat nun gezeigt, dass es auch anders geht: Im Frühjahr 2010 beschäftigten sich 160 Schüler der Klassen 3 bis 12 mit den Themen Sprache und Dialog. Es stellte sich heraus, dass es durchaus Gedichte gibt, die in der Lage sind, die Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen zu wecken, sie zu bewegen.

Die Aufgabe, selbst ein Gedicht zu schreiben, erschreckte manche Schüler zunächst. Doch dann machten sie sich an die Arbeit ... Dabei entstanden beeindruckende Texte, teils sehr emotional, teils nachdenklich, teils lustig. Die Schüler schrieben über ihre Gefühle, Gedanken, Erlebnisse, oft mit einer eindrücklichen Wortwahl, die deutlich macht, dass auch die Kinder des Internetzeitalters virtuous mit Sprache umzugehen verstehen und in der Lage sind, ihre eigene literarische Sprache zu finden.

Autorin Birgid Hanke, Mitglied im Texttreff, begleitete das Projekt und gab die Ergebnisse der Arbeit nun in einem Buch heraus: „Für mich ist das so! Junge Lyrik aus Bremen“, das mit Zeichnungen von Schülern der 6. Klasse illustriert wurde. Sie staunt selber darüber, wie aus einem großen Stapel fliegender Zettel etwas so Fantastisches entstehen konnte. Der Dichter Günter Kunert unterstützte das Projekt mit einem Vorwort, in dem er sich wünscht, dass das Projekt möglichst viele Nachahmer finden möge.
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Birgid Hanke arbeitet als freie Autorin und Journalistin in Bremen und unterrichtet an der Bremer Wirtschafts- und Sozialakademie. Sie veröffentlichte zahlreiche Sachbücher und Biografien, beispielsweise über Carl F. W. Borgward.

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Birgid Hanke (Hrsg.): Für mich ist das so! Junge Lyrik aus Bremen
Donat Verlag
228 Seiten
Euro 14,80
ISBN 978-3-938275-92-4

Daniela Dreuth am 27. Mai 2011, 11:05 | 0 Trackbacks | Bücher

Do Mai 26, 2011

Urlaub in Spanien? Fettnäpfchen vermeiden!

Für manche hat die Urlaubssaison 2011 schon begonnen, und die, die noch warten müssen, zählen die Tage ... Texttreff-Frau Lisa Graf-Riemann hat einen Fettnäpfchenführer für Spanien-Reisende geschrieben, der auch für Leser interessant sein dürfte, die nicht demnächst nach Asturien, Galicien oder Madrid entfliegen.

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Worum es in dem Buch geht:

"Leidenschaftlich, stolz, offen: So stellen wir uns die Spanier vor. Und wundern uns, wenn sie ihre Privatwohnung wie eine Festung gegen Eindringlinge hüten und am Telefon statt ihres Namens ¿Digaaaaa? in den Hörer bellen. Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihnen Spanier begegnen, denen Flamenco und Stierkampf ungefähr so fremd sind wie uns selbst. Und wenn Sie in Bilbao oder Barcelona nicht ein Wort verstehen, obwohl Sie doch zwei Semester Spanisch gelernt haben.

Begleiten Sie Lena in ihrer Wohngemeinschaft in Alicante und Tom und seine Kollegen in ihrer Software-Firma in Madrid und tappen Sie mit den beiden in alle bereitstehenden Fettnäpfchen. Lernen Sie dabei die Spanier kennen und erfahren Sie, wie sie wirklich ticken. Sie werden sehen, es macht Spaß und lohnt sich!"

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Ich habe der Autorin einige Fragen zum Buch, zu Spanien und natürlich zu Fettnäpfchen gestellt, hier sind ihre Antworten:

Welche Beziehung hast Du zu Spanien?
Ich habe in Südspanien, in Murcia, gelebt und studiert und bin ziemlich oft in Spanien gewesen. Ich habe viele Jahre Spanisch unterrichtet und mehr als zehn Lehrbücher, Schülerhilfen und Selbstlernkurse Spanisch verfasst. Die meisten für Langenscheidt. Zum Beispiel "El curso en vivo" (3 Bände von Niveau A1 bis B1), "Spanisch in 30 Tagen" oder das "Praktische Lehrbuch Spanisch".

Wie bist Du zu diesem Buchprojekt gekommen?
Über ein tolles Frauen-Netzwerk, die Bücherfrauen.

Hast Du vor Ort recherchiert?
Ich beschäftige mich seit 20 Jahren mit der spanischen Sprache und Kultur und habe in der Zeit sehr viel interkulturelles Wissen angesammelt und mich oft mit muttersprachlichen Kolleginnen ausgetauscht. Sprache und Kultur gehören ja zusammen. So habe ich einen reichen Erfahrungsschatz an Fettnäpfchen zusammengetragen. Solche, in die ich selbst getreten bin und solche, die ich bei anderen als Zaungast beobachten durfte oder von denen mir meine Schüler berichtet haben. Der Fettnäpfchenführer Spanien ist sozusagen die Summe oder die Quintessenz meiner letzten 20 Berufs- und Reisejahre. Deshalb habe ich das Angebot, dieses Buch zu schreiben, auch sehr gern angenommen.

Welche Reaktionen gab es bisher auf das Buch?
Sehr positive. Es wurde schon in einigen Spanien-Foren und -Portalen besprochen und rezensiert. Im Juni erscheint ein Interview mit mir in der Flamenco-Zeitschrift ¡anda! und am 1. Juni werde ich mein Buch in München, in der Bar Triana, in der Neureuther Str. 8, vorstellen. Für den 18. Juni hat mich das Instituto Cervantes nach Bremen eingeladen. Dort präsentiere ich das Buch im Rahmen des Sprachentags "Día E".

Welches ist das schlimmste Fettnäpfchen, in das man als Tourist in Spanien treten kann?
Ein einfach zu vermeidendes: Man setzt sich im Lokal nicht zu Leuten an den Tisch, die man nicht kennt. Oder man rundet den Rechnungsbetrag beim Zahlen nicht auf, sondern lässt das Trinkgeld einfach auf dem Tellerchen mit der Rechnung einfach liegen. Nicht mit dem Kellner über Geld reden!

Welche drei Städte in Spanien sollte man unbedingt gesehen haben?
Madrid und Barcelona auf jeden Fall. Als Nummer 3 stehen zur Auswahl: Sevilla, Granada oder Córdoba für die Andalusien-Fans, Santiago de Compostela für Camino-Interessierte, Valencia, Alicante für die Mittelmeer-Fans oder San Sebastián für Gourmets und Antlantik-LiebhaberInnen und noch einige mehr.

Was ist Deine liebste Gegend in Spanien?
Ich liebe Andalusien und habe dort zuletzt die Sierra Grazalema entdeckt, nördlich von Málaga. Ein Naturpark mit Korkeichen, unter denen die schwarzen iberischen Schweine weiden, wo Ziegenherden das Gebirge durchstreifen und plötzlich auf einer schmalen Straße hinter einer Kurve auftauchen wie eine Erscheinung. Eine zauberhafte Gegend. Das hübsche Städtchen Ronda ist nicht weit, in der Bar Faustino gibt es herrliche Tapas, in den kleinen Läden rund um den zentralen Platz regionale Produkte: feinen Käse, luftgetrockneten Schinken oder Würste, Oliven ... Ich höre auf, bevor jetzt alle zum Kühlschrank rennen.

Kommt man in Spanien zurecht, ohne Spanisch zu sprechen?
Ich würde sagen: Spanien ohne Spanisch ist denkbar, aber es lohnt sich nicht wirklich. Es entgeht einem so Vieles von einer fremden Kultur, wenn man die Sprache nicht spricht. Und Spanisch ist eigentlich gar nicht schwer. Ich empfehle eines meiner Bücher: "Spanisch in 30 Tagen". Das ist ein Versprechen.

Welchen Ruf haben Deutsche in Spanien?
Zuerst das Positive: Deutsche gelten als Tüftler, Erfinder und, ja, auch als Dichter und Denker, Künstler und Musiker. Bei der Alltagskultur traut man ihnen dagegen nicht so viel zu: Esskultur, Weinkultur, Kleidung, Eleganz, Rhetorik, da sehen Spanier bei uns durchaus ein paar Defizite. Allein, dass Deutsche so wenig Geld für Lebensmittel ausgeben, können Spanier in der Regel nicht verstehen. Spanier sind Genussmenschen. Ich denke, das kann man durchaus so pauschal sagen.

Welche Fettnäpfchen hast Du selbst schon mitgenommen?
Mit ausgestreckter Hand auf Leute zulaufen, die mich viel lieber umarmen und mir zwei Küsschen auf die Wange drückten wollten, als meine Hand zu schütteln. In Spanien ist das Handschütteln sehr formellen, zum Beispiel beruflichen Situationen mit Vorgesetzten, vorbehalten. Unter Freunden schafft das viel zu viel Distanz. Spanier fühlen sich dabei eher unwohl.

Vielen Dank, Lisa, und weiter viel Erfolg mit dem Buch!

Ein Exemplar des Fettnäpfchenführers Spanien verlosen hier im TT-Blog – bitte einen Kommentar (auch Fragen zum Buch ...) hinterlassen, die Verlosung ist dann am 2. Juni 2011, gegen 14 Uhr.

Lisa Graf-Riemann: Fettnäpfchenführer Spanien
Conbook Verlag
288 Seiten
€10,95
ISBN 978-3-934918-75-7

(PS: Die Kommentare werden freigeschaltet.)

Andrea Groh am 26. Mai 2011, 08:05 | 0 Trackbacks | Bücher

Mi Mai 25, 2011

1 x "Kinderwagen-Touren" geht an ...

Nach dem Losverfahren à la Andrea haben wir den Gewinner des Buches "Kinderwagen-Touren" von Christine Peter ermittelt.

Die Gewinnerin kann sich auf spannende Entdeckungstouren freuen. Christine zeigt in ihrem Buch ausschließlich kinderfreundliche Routen.

Hier die "Lostrommel":

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Auch hier gab es eine männliche Glücksfee. Dieses Los wurde gezogen:

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Gewonnen hat: Nina Hundhausen. Dir und deiner Familie wünschen wir viel Spaß bei den Kinderwagen-Touren!

Katrin Zinoun am 25. Mai 2011, 14:05 | 0 Trackbacks | Bücher

Mo Mai 16, 2011

„Kinderwagen-Touren“ in Eigenregie

Texttreff-Mitglied Christine Peter hat im Selbstverlag ein Buch herausgegeben, welches 40 Ausflüge in Köln beschreibt. Das Besondere daran: Die Touren berücksichtigen die Ansprüche junger Familien. Wo kann ich mich barrierefrei bewegen? Wo gibt es familienfreundliche Cafés und Restaurants? Wo finde ich Wickelplätze? All diese Fragen werden bei den vorgestellten Touren beachtet. Aber auch die Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt, werden vorgestellt.

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Eine Rezension zu dem Buch kann man im Kölner Stadtanzeiger lesen.

Wir haben mit Christine über ihr Buch und die Herausforderung des Selbstverlegens gesprochen.

Wie bist du auf die Idee gekommen einen Kinderwagenreiseführer zu schreiben?
Die Idee kam, als ich feststellte, dass man mit Baby am Anfang zunächst gar nicht so weit weg von zu Hause sein will, da man ja ständig etwas braucht: Wickelplatz, Schlafgelegenheit, ruhiger Ort zum Stillen, etc. Ich wollte aber nicht darauf verzichten, mit meinem Sohn auch längere Spaziergänge zu unternehmen und fing an, im Kopf Routen zu sammeln, die gut erreichbar und gut "ausgestattet" sind. Irgendwann fragte ich mich, ob es dazu schon ein Buch gibt – und zack war die Idee geboren.

Ist das dein erstes Buch?
Nein, ich habe bereits einen Reiseführer "Köln, Bonn und das südliche Rheinland" und einen Architekturführer über ein Kölner Villenviertel geschrieben.

Warum hast du dich für den Selbstverlag entschieden?
Ehrliche Antwort? Weil ich in letzter Zeit einige enttäuschende Erfahrungen mit Verlagen gemacht habe. Erstens ist ja das Honorar bei Reiseführern unterirdisch schlecht und zweitens hatte ich immer das Gefühl, dass man das Marketing noch viel besser machen könnte, wenn man sich richtig reinhängt. Ich wollte einfach mal wissen, ob das tatsächlich so ist.

Was war das Schwierigste daran, das Buch ganz allein herauszubringen? Wie lange hat es gedauert von der Idee zum fertigen Buch?
Das Schwierigste war, in motivationsarmen Zeiten trotzdem weiterzumachen. Gedauert hat es ein knappes Jahr.

Hast du für Teile des Projektes mit anderen Dienstleistern zusammengearbeitet?
Ja, und das ist auch gleichzeitig mein großes Glück: Layout, Satz und Bildbearbeitung habe ich "ausgelagert" – an den tollsten Kollegen und Ratgeber, den man sich diesbezüglich vorstellen kann - und an den weltbesten Projektschmiede-Kollegen: nämlich meinen Mann.

Machst du die PR für dein Buch allein? Gestaltet sich das schwierig? Wie hoch ist der Aufwand?
Ja, die PR mache ich alleine. Bislang ist es nicht schwierig, denn ich habe im Laufe des Schreibprozesses so viele Ideen generiert, dass es jetzt nur so "kracht" vor Marketingoffensiven. Und ein großer Bonus meines Buches ist, dass ich die Zielgruppe so klar umreißen kann und genau weiß, wo sie sich aufhält, welche Medien sie liest, welche Läden/Örtlichkeiten sie besucht etc. Im Detail sieht es dann so aus, dass ich alle einschlägigen Läden aufsuche, Flyer verteile und mein Buch vorstelle, bzw. dass Läden es in ihr Sortiment aufnehmen. Das sind Buchhandlungen, Spielzeugläden, Kinderbekleidungsläden, Secondhand-Läden aber auch Kinderarztpraxen, Hebammenpraxen, Kitas, Turnvereine etc. Zudem habe ich an knapp 20 sorgfältig ausgewählte Zeitungen und Magazine Rezensionsexemplare verschickt. Der Aufwand ist zwar hoch – aber es macht unglaublichen Spaß.

Würdest du wieder ein Buch im Selbstverlag herausgeben?
Ja, würde ich. Aber nur, wenn ich auch wirklich eine gute, tragfähige Idee habe und sich wieder so gute Marketingmöglichkeiten anbieten.

Christine Peter
Kinderwagen-Touren: Köln entdecken mit Baby und Kleinkind
Verlag: Books on Demand
ISBN: 3842355009
140 Seiten
16,90 €

Wer mithilfe dieses Buches Köln erkunden will, kann es hier gewinnen. Unter allen Kommentaren, die bis zum 25. Mai 2011, 14 Uhr, eingehen, verlosen wir ein Exemplar von Christines „Kinderwagen-Touren“.

Katrin Zinoun am 16. Mai 2011, 16:05 | 0 Trackbacks | Bücher

Mi Mai 11, 2011

Mütter unter Druck

Die sensibel aufgebaute Radio-Sendung "Freude, Falle, Frust – der Mutterliebe zarte Sorgen" vom 5. Mai 2011 von Justina Schreiber über Mutterleben in Deutschland gibt es jetzt auch als Podcast.

Die Sendung ist spannend. Und das sage ich nicht nur, weil ich darin vorkomme. Viele Frauen berichten verblüffend ehrlich und ungeschminkt, wie sie langsam aber sicher im Leben mit ihren Kindern unter Druck gerieten.

Dazu erzählen Experten – wie die bekannte Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich –, was sie wissen und beobachten. Zusammengekommen ist eine ganz außergewöhnliche Sammlung von Stimmen, die Müttern Mut macht, andere Wege zu gehen und dazu Gleichgesinnte zu finden.

Wer sich für das Thema interessiert oder aber eine Mutter kennt, die sich überfordert fühlt (und wer kennt die nicht?) – hier ist der Podcast: unbedingt reinhören oder weitergeben: www.br-online.de/podcast


Inhaltsangabe auf Bayern 2:

"Freude, Falle, Frust – Der Mutterliebe zarte Sorgen" von Justina Schreiber

"Stillen, ja oder nein? Die Debatten um das rechte Maß mütterlicher Zuwendung dauern fort und fort, obwohl doch längst geklärt zu sein scheint, dass Kinder nicht zu Grunde gehen, wenn sie etwa eine Krippe besuchen. Raben- versus Gluckenmütter – diese Front besteht letztendlich bis heute. Trotz fast hundert Jahren Frauenemanzipation. Denn der Begriff der Mutterliebe ist ideologisch so überfrachtet wie kein anderer. (...)

Das schlechte Gewissen berufstätiger Mütter, ihre Überlastung, die oft vergeblichen Bemühungen der Väter um gleichwertigen Umgang mit dem Nachwuchs belegen ohne Zweifel, dass der Mythos Mutterliebe nichts von seiner tränendrüsigen Strahlkraft verloren hat. Erschwerend kommt das mittlerweile allgemein verbreitete Wissen hinzu, dass die Weichen für die Zukunft des Nachwuchses schon ganz früh gestellt werden. Also im Wochenbett oder während der Schwangerschaft. Der Druck auf mütterliches Wohlverhalten wächst dementsprechend. Und damit die Verunsicherung. Was also ist die richtige, was die falsche Liebe zum Kind? Wann beginnt Verwahrlosung, wann Verwöhnung? Was ist echt empfunden? Was aufgezwungen und abverlangt? Justina Schreiber unternimmt eine aktuelle Bestandsaufnahme des angeblich tiefsten aller Gefühle."

Ulrike Hartmann am 11. Mai 2011, 13:05 | 0 Trackbacks | Pressespiegel

Mo Mai 09, 2011

And the Glauser goes to ... Petra Busch!

Gleich zweimal durfte sich Texttreff-Mitglied Petra Busch auf der "Criminale 2011" (4. bis 8. Mai) freuen. Ihr Erstlingswerk "Schweig still, mein Kind" (Knaur Verlag) gewann sowohl das "Bloody Cover 2011" als auch den "Friedrich-Glauser-Preis" in der Sparte Debüt.

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Das schaurig schöne Cover des Schwarzwald-Krimis setzte sich gegen elf andere Finalisten durch, die das Syndikat zusammen mit dem Krimi-Forum aus über 400 Neuerscheinungen 2010 ausgesucht hatte. Diese gute Nachricht durften einige Texttreff-Frauen schon während der Lesungen auf der "Criminale" feiern – der Höhepunkt war aber eindeutig die "Tango Criminale", mit der das viertägige Festival am Niederrhein am Samstagabend zuende ging. Auf der festlichen Gala verlieh das Syndikat den Oscar unter den Krimipreisen, den "Friedrich-Glauser-Preis", in den Sparten Kurzkrimi, Debüt, Roman und Lebenswerk und vergab außerdem den "Hansjörg-Martin-Preis" für Kinder- und Jugendkrimis.

Knisternde Spannung herrschte im Saal als die jeweils fünf nominierten Titel in jeder Kategorie mit Kurzfilmen vorgestellt wurden – und dann war es soweit, und die Moderatoren öffneten die berühmten Umschläge. Judith Merchant freute sich über den mit 1.000 Euro dotierten Preis für ihren Kurzkrimi "Annette schreibt eine Ballade" ("Mörderisches Münsterland", KBV), und Silke Lambeck durfte über den mit 2.500 Euro dotierten "Hansjörg-Martin-Preis" für ihren Jugendroman "Die wilde Farm" (Bloomsbury) jubeln. In der Sparte Roman (5.000 Euro) gewann Kurt Palm mit "Bad Fucking" (Residenz), und der Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur ging an den Schriftsteller Jürgen Alberts.

Viele Texttreff-Mitglieder, Freunde und Bekannte im Publikum drückten die Daumen für Petra Busch, und der Jubel war groß, als ihr Name aus dem Umschlag gezaubert wurde. Der mit 1.500 Euro dotierte Glauser in der Sparte Debüt geht an "Schweig still, mein Kind". In der Begründung der Jury heißt es, "dass leise Töne große Wirkung erzielen können und dass spannende Unterhaltung tiefe Einblicke in menschliche Seelen gewähren kann" (Syndikat).

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Die Jury lobte den gekonnten Aufbau des Psychothrillers mit seinen überraschenden Wendepunkten, den packenden Showdown, aber vor allem die Sprache: "Die wunderbarste Schlöpfung ihres Romans aber ist Bruno, über und durch den das zentrale Thema Autismus dargestellt wird. Für ihn entwickelt sie eine besondere Sprache und eine eigene Erzählweise, die in sich so etwas wie ein Kunstwerk im Kunstwerk darstellen." Wir gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung, Petra, und freuen uns schon auf den bald erscheinenden Nachfolger!

Do Mai 05, 2011

Bärbel Oftring gelistet

Die diplomierte Biologin und Sachbuchautorin Bärbel Oftring aus dem Texttreff hat es auf die Kinder- und Jugendbuchliste des Saarländischen Rundfunks (SR 2) Sommer 2011 geschafft. Viermal pro Jahr stellt der SR2-Kinderfunk zusammen mit Radio Bremen eine Liste mit Buchempfehlungen einer fünfköpfigen Experten-Jury für Kinder und Jugendliche vor.

Spannend bleibt, mit welchem ihrer Werke Bärbel Oftring dort auftauchen wird. Vielleicht mit "Tatort Natur"?

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Oder mit "Wald - Leben unterm Blätterdach"?

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Schülerinnen und Schüler aus dem SR-Leseclub lüften das Geheimnis Ende Mai auf der Veranstaltung "Wer hören kann, der liest auch". Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und ist am 4. Juni 2011 um 14.04 Uhr auf SR 2 Kulturradio zu hören.

Bärbel Oftring stellt die genannten Bücher übrigens in Lesungen am 30. Mai 2011 auf der Buchmesse Saarbrücken vor: "Tatort Natur" um 10.15 Uhr, "Wald - Leben unterm Blätterdach" um 12.15 Uhr.

Wer schon vorher etwas von ihr hören möchte, sollte am kommenden Samstag, 7. Mai 2011, mdr Figaro einschalten, dort wird sie zwischen 9.30 und 12 Uhr im Interview sein.