Archiv: August 2011

Di Aug 30, 2011

Köln ganz neu entdecken

Mit „Lauschige Orte in Köln. Der romantische Stadtführer“ erschien soeben der erste Reiseführer aus der Feder von Texttreff-Mitglied Sabine Olschner (Homepage), die als Schwerpunkt unter anderem das Themengebiet Reise bearbeitet.

Bild-Alternativtext fehlt

Die freie Journalistin lebt seit 1999 im Rheinland und ist vor zwei Jahren von Köln nach Frechen gezogen. Von hier aus ging sie auf die Suche nach lauschigen Plätzen in der Domstadt und im Umland – und wurde 55-mal fündig: in Parks und idyllischen Gärten, herrschaftlichen Schlössern und heimeligen Cafés, an karibikblauen Seen und friedlich-besinnlichen Orten, wo man die Seele baumeln lassen kann. „Lauschige Orte“ hält auch für alteingesessene Kölner noch so manche Überraschung bereit. Und Köln-Besucher entdecken damit Plätze fernab von touristischem Trubel.

Bild-Alternativtext fehlt

Eine Leseprobe und einen Shop zum Bestellen (portofrei) gibt es auf der Verlagsseite.

Sabine Olschner
Lauschige Orte in Köln. Der romantische Stadtführer
Verlag: via reise verlag 2011
ISBN 978-3935029469
144 Seiten
12,90 Euro

Daniela Dreuth am 30. August 2011, 09:08 | 0 Trackbacks | Bücher

Di Aug 16, 2011

Duhu, Mama oder: Impressionen von der Insel

Der TTSW – der 1. Texttreff-Schreibwettbewerb – ist mittlerweile schon fast ein Jahr her. Fünf Hauptpreise hatten wir vergeben, den ersten gewann Ruth Frobeen mit ihrem Text "Der Herbst ist männlich".

Der erste Preis war eine Woche Ferien auf der dänischen Insel Brandsø im Markhuset.

Hier sind die Fotos und ein Inselgespräch von Ruth Frobeen:

Duhu, Mama oder: Impressionen von der Insel

Ein typisches Mutter-Kind-Gespräch auf der Insel Brandsø, die vorwiegend von Mufflons, blauen Schmetterlingen und Möwen bewohnt wird und sich hervorragend für kreative Auszeiten eignet.
Übrigens: Es gibt hier keine Einbrecher, nur Rinder, die an der Eingangstür schuppern. Die tun nichts und kommen auch nicht in das liebevoll restaurierte Haus. ;)

Marie: Duhu, Mama?
Ruth: Ja?
Marie: Ich bin eigentlich sehr froh, dass es hier auf der Insel viele Fliegen gibt.
Ruth: Wieso denn?
Marie: Weil sie so gern die Mufflonkacke essen und dann treten wir nicht rein.
Ruth: Ach so … ja, du hast recht!
Marie: Duhu, Mama?
Ruth: Ja?
Marie: Mögen die Fliegen auch Hasendingsda?
Ruth: Köttel?
Marie: Ja, Hasenköttel.
Ruth: Ich denke schon…
Marie: Ein blauer Schmetterling! Wollen wir den fangen? Oh nein, er fliegt weg. Da ist noch einer! Zwillinge!
Ruth: Oh wie schön!
Marie: Und ein Kohlweißling! Alle Schmetterlinge sind Freunde, auch mit verschiedenlichen Farben!
Ruth: Ja, bestimmt. Und schau mal, da sitzt einer auf der Blume und trinkt Nektar.
Marie: Huch? Ich glaube, die Hummel da will auf meiner Nase auch Nektar trinken! (lautes Kichern) Duhu, Mama?
Ruth: Ja?
Marie: Wollen wir einen Schmetterling fangen und ihm die Freiheit schenken?
Ruth: Hmm, ich glaube nicht, dass die Schmetterlinge gefangen werden möchten.
Marie: Ich meine ja auch nicht die Schmetterlinge, ich meine einen Schmetterling. Und wir schenken ihm ja auch die Freiheit!
Ruth: Die Freiheit?
Marie: Ja, wir nehmen ihn mit zu uns und schenken ihm die Freiheit, dann kann er fliegen, wo er will.
Ruth: Bei uns zu Hause?
Marie: Ja. Und wenn er nicht im Auto fahren will, darf er eben vorher wieder raus. Nur, wie kriegen wir ihn ins Boot?
Ruth: Hmmm …
Marie: Duhu, Mama?
Ruth: Ja?
Marie: Wenn wir am Strand sind, springe ich ins Wasser! Wie ein lustiger Hase!
Ruth: Ein lustiger Hase?
Marie: Ja. Oder wie eine Möwe!
Ruth: Springen die Möwen ins Wasser?
Marie: Naja, nicht so ganz. Da am Strand sind ganz viele, die lachen ein Konzert und die Schmetterlinge tanzen dazu. Hahahaha! So lachen sie. Hahahaha!
Ruth: Stimmt, du hast vollkommen recht. Die lachen ein Konzert! Schau mal, da ist ein roter Schmetterling!
Marie: Ja, aber mit Schwarz, das mögen wir nicht.
Ruth: Mögen wir nicht?
Marie: Nein.
Ruth: Ach so …
Marie: Also! Ich mag Blau, Lila, Rosa, Gelb, Zucchini (türkis), ein bisschen Rot, aber nicht so doll, Grün und natürlich Blau. Ach, das hatte ich schon gesagt.
Ruth: Ja.
Marie: Da ist noch ein blauer Schmetterling! Komm mal her, Mama. Da, gaaaanz leise. Und dann schnappst du ihn!
Ruth: Ich?
Marie: Ja. Wer denn sonst? Ich bin ja ein Kind.
Ruth: Ach so? Und Erwachsene schnappen Schmetterlinge?
Marie: Ja, mit einem Kescher.
Ruth: Stimmt.
Marie: Siehst du? Aber jetzt ist es eh egal, er hat deinen Schatten gesehen und einen RIESENGROSSEN Schreck bekommen! Der dunkle dunkle Schatten …
Ruth: Der dunkle Schatten?
Marie: Ja, vielleicht dachte er, du bist ein Einbrecher. Oder ein Pirat, denn es gibt auf der Insel keine Einbrecher.
Ruth: Gibt es nicht?
Marie: Nein! Wie sollen sie denn auf die Insel kommen. Oder können sie so weit schwimmen?
Ruth: Nein, ich denke nicht …

Ein absolut traumhafter Ort für alle, die Natur und Ruhe lieben! Ein paar Impressionen …




Bild-Alternativtext fehlt
Wiese und Wolken wie ein Gemälde

Bild-Alternativtext fehlt
Skat vorm Haus

Bild-Alternativtext fehlt
Sonnenuntergang mit hohem Hachfaktor

Bild-Alternativtext fehlt
Eine Insel nur für uns

Bild-Alternativtext fehlt
Kreative Momente mit Ausblick

Bild-Alternativtext fehlt
Alte Eiche, schräger Vogel

Bild-Alternativtext fehlt
Wir waren im und auf dem Wasser

Andrea Groh am 16. August 2011, 23:08 | 0 Trackbacks | Glossen

Do Aug 04, 2011

Wettbewerb für Lyrikübersetzer und -übersetzerinnen

2009 rief Texttreff-Mitglied Michaela Didyk in ihrem Blog Unternehmen Lyrik das Projekt Monatsgedichte ins Leben: Leser reichen ihre Gedichte ein, monatlich eins davon wird von einem Jurymitglied ausgewählt und im Blog veröffentlicht, zusammen mit einer Stellungnahme des Gutachters und einer Vita des Autors. Ziel ist es vor allem, die Autoren dabei zu unterstützen, sich einen Namen aufzubauen.

Bild-Alternativtext fehlt

Jeder Monat steht unter einem anderen Motto. Für die nächste Runde hat Michaela Didyk sich etwas Besonderes einfallen lassen: Es geht nicht darum, selber ein Gedicht zu schreiben, gesucht wird stattdessen die beste Übersetzung eines englischen, französischen oder türkischen Gedichtes. Barbara Yurtdas, literarische Übersetzerin bei Piper und Suhrkamp und selber Autorin, juriert diese Runde des Wettbewerbs. Wer Lust bekommen hat, sich mit einer Übersetzung zu beteiligen, findet hier alle weiteren notwendigen Informationen.

Daniela Dreuth am 04. August 2011, 20:08 | 0 Trackbacks | Projekte