Montag, 09. Mai 2011

And the Glauser goes to ... Petra Busch!

Gleich zweimal durfte sich Texttreff-Mitglied Petra Busch auf der "Criminale 2011" (4. bis 8. Mai) freuen. Ihr Erstlingswerk "Schweig still, mein Kind" (Knaur Verlag) gewann sowohl das "Bloody Cover 2011" als auch den "Friedrich-Glauser-Preis" in der Sparte Debüt.

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Das schaurig schöne Cover des Schwarzwald-Krimis setzte sich gegen elf andere Finalisten durch, die das Syndikat zusammen mit dem Krimi-Forum aus über 400 Neuerscheinungen 2010 ausgesucht hatte. Diese gute Nachricht durften einige Texttreff-Frauen schon während der Lesungen auf der "Criminale" feiern – der Höhepunkt war aber eindeutig die "Tango Criminale", mit der das viertägige Festival am Niederrhein am Samstagabend zuende ging. Auf der festlichen Gala verlieh das Syndikat den Oscar unter den Krimipreisen, den "Friedrich-Glauser-Preis", in den Sparten Kurzkrimi, Debüt, Roman und Lebenswerk und vergab außerdem den "Hansjörg-Martin-Preis" für Kinder- und Jugendkrimis.

Knisternde Spannung herrschte im Saal als die jeweils fünf nominierten Titel in jeder Kategorie mit Kurzfilmen vorgestellt wurden – und dann war es soweit, und die Moderatoren öffneten die berühmten Umschläge. Judith Merchant freute sich über den mit 1.000 Euro dotierten Preis für ihren Kurzkrimi "Annette schreibt eine Ballade" ("Mörderisches Münsterland", KBV), und Silke Lambeck durfte über den mit 2.500 Euro dotierten "Hansjörg-Martin-Preis" für ihren Jugendroman "Die wilde Farm" (Bloomsbury) jubeln. In der Sparte Roman (5.000 Euro) gewann Kurt Palm mit "Bad Fucking" (Residenz), und der Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur ging an den Schriftsteller Jürgen Alberts.

Viele Texttreff-Mitglieder, Freunde und Bekannte im Publikum drückten die Daumen für Petra Busch, und der Jubel war groß, als ihr Name aus dem Umschlag gezaubert wurde. Der mit 1.500 Euro dotierte Glauser in der Sparte Debüt geht an "Schweig still, mein Kind". In der Begründung der Jury heißt es, "dass leise Töne große Wirkung erzielen können und dass spannende Unterhaltung tiefe Einblicke in menschliche Seelen gewähren kann" (Syndikat).

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Die Jury lobte den gekonnten Aufbau des Psychothrillers mit seinen überraschenden Wendepunkten, den packenden Showdown, aber vor allem die Sprache: "Die wunderbarste Schlöpfung ihres Romans aber ist Bruno, über und durch den das zentrale Thema Autismus dargestellt wird. Für ihn entwickelt sie eine besondere Sprache und eine eigene Erzählweise, die in sich so etwas wie ein Kunstwerk im Kunstwerk darstellen." Wir gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung, Petra, und freuen uns schon auf den bald erscheinenden Nachfolger!

# | Heike Jurzik am 09.05.11 | Druck
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