Tipps & Hilfen

Passives Einkommen für TexterInnen

Wer als TexterIn oder AutorIn an passive Einkommensquellen denkt, hat sofort die VG-Wort in Deutschland oder die Literar Mechana in Österreich vor Augen.

Passiv ist nicht ganz richtig, denn bevor man Geld erhalten kann, muss geschrieben werden. Doch es lässt sich mithilfe dieser beiden Institutionen im Laufe der Zeit ein gutes Einkommen aufbauen. Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten, um Geldquellen zu erschließen. Das braucht allerdings Geduld und Wissen.

VG-Wort versus Literar Mechana

Gleich vorweg, man muss sich entscheiden. Möchte ich der Literar Mechana beitreten oder doch lieber der VG-Wort? Wer sich etwas damit beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Bedingungen für die Vergütung völlig unterschiedlich sind.

Ist man aber so wie ich weltweit aktiv, muss man trotzdem nicht auf Vergütungen verzichten, wenn man für Österreich und Deutschland tätig ist. Die beiden kooperieren nämlich miteinander. Wurde ein Wahrnehmungsvertrag mit der VG-Wort geschlossen, so können dort nur die Texte für Deutschland gemeldet werden. Die Texte für Österreich meldet man über ein Formular an die Literar Mechana, die diese Meldung dann an die VG-Wort weiterleitet.

So geht kein Geld verloren. Im umgekehrten Fall ist es dann so, dass die VG-Wort an die Literar Mechana meldet. Bitte die Fristen beachten!



Texterinnen, Bloggerinnen und alle anderen wortstarken Frauen finden im Texttreff eine Community, in der wertvolles Wissen geteilt und reger Austausch gepflegt wird. Schreibende Frauen aller Berufe und Branchen sind willkommen - ob freiberuflich oder angestellt. Zur Anmeldung.

Bloggen - damit kann man Geld verdienen?

Ja, man kann, auch wenn es viele nicht glauben wollen. Allerdings sollte man dafür einige Besucher auf dem Blog oder der Website vorweisen können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. GoogleAdense: Dafür wird ein Code-Schnipsel in den Blog eingebaut, um dort eine Werbeanzeige schalten zu können. Klickt ein Besucher des Blogs auf die Anzeige, kann man zwischen 0,10 und 0,80 € je Klick erhalten. Manchmal ist es auch mehr. Wer eine hohe Zahl an Seitenaufrufen hat, der kann so monatlich zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Euro verdienen.

  2. Werbebanner: Wer einen festen Werbepartner gefunden hat, kann auch Werbebanner-Plätze verkaufen. Die Abrechnung kann pro Klick, gegen einen Festbetrag oder pro Aufruf erfolgen. Es gibt übrigens auch Unternehmen, deren Beruf es ist, Werbeplätze zu suchen und zu verkaufen.

  3. Affiliate-Programme: Man bindet einen Affiliate-Link in den Blog ein. Klickt ein Besucher diesen Link an und bestellt darüber erhält man eine Provision. Am einfachsten und wohl am beliebtesten ist das Amazon-Partnerprogramm. Für Websites und Blogs gleichermaßen geeignet.

  4. Kooperationen: Sponsored Posts sind Blogartikel oder Social Media Posts, für die ein Unternehmen bezahlt, wenn sie auf dem Blog oder der Website veröffentlicht werden. Hier ist nahezu alles möglich. Wie hoch der Preis ist, richtet sich danach, wie viele Besucher auf dem Blog oder der Seite sind und nach den Followerzahlen. Natürlich sollte der Sponsored Post zum Blog passen. Pro Artikel sind so einige Tausend Euro drin.

  5. Eigene Produkte verkaufen: Bei mir klappt das mit meinen Büchern ganz gut. Als Selfpublisherin laufen mir Buchhandlungen nicht gerade nach, aber über die Website oder meinen Blog kommen sie dann immer.

  6. Mitgliederbereich: Dieser kann kostenpflichtig angelegt werden und die Mitglieder erhalten dafür exklusive Blogartikel oder andere Inhalte wie Zugang zu privaten Mastermind-Gruppen oder Webinaren.

  7. Coaching, Training und Beratung: Wer einen hohen Expertenstatus und sich gut positioniert hat, der kann damit Geld generieren. Bei mir ist es das Selfpublishing oder Self-Help, weil ich von der Idee über das Cover und das Buch bis hin zum Marketing alles erfolgreich selbst mache. Von Verlagen habe ich aufgrund der schlechten Tantiemen inzwischen Abstand genommen. Nicht nur finanziell ein Hauptgewinn.

Übrigens kann man auch Geld damit verdienen, aus interessanten Blogartikeln ein Buch zu erstellen und es zu verkaufen. Die Mehrverwertungsstrategie!

Das älteste Geschäft im Internet

Jeder weiß es, es sind die eBooks und es funktioniert. Wichtig ist, um welche Art von eBook es sich handelt, also der Inhalt und die Vermarktungsstrategie. Zeigt man dem Leser einen Ausweg aus seinem Problem, wird es gekauft.

Um diese Nischen aufzuspüren, eignet sich die Amazon-Bestsellerliste oder Helium 10, um Trends aufzuspüren. Die Preise können selbst festgelegt werden. Zu niedrig sollte er aber nicht sein, da viele potenzielle Leser das eBook dann für minderwertig halten. Copy and paste von links nach rechts aus dem Internet.

Bei Amazon beträgt die Gewinnmarge 70 %, wenn der Bruttopreis zwischen 2,99 und 9,99 € liegt. Ansonsten sind es 35 %. Andere Plattformen agieren ähnlich. Bestseller-eBooks lassen sich übrigens auch gut über Verlagshäuser verkaufen. Will man langfristig damit Geld verdienen, sind die Rezensionen fast Nebensache, wenn auch hilfreich. Doch auch ohne kann man auf Platz 1 landen, was für den Verkauf hilfreich ist.

Amazon bietet dafür einige Möglichkeiten, sodass sich selbst alte Bücher noch nach Jahren gut verkaufen lassen. Bei mir laufen sie seit sechs Jahren gut. eBooks lassen sich übrigens gut aus Blogartikeln erstellen, deshalb ist deren Inhalt sehr wichtig.

Fazit


Wer also sein Business entsprechend einrichtet und gut miteinander verzahnt, der kann sich so wie ich auch über regelmäßige passive Einkünfte freuen. Berücksichtigen sollte man, dass nicht jede Möglichkeit zu jedem passt. Doch erlaubt ist, was gefällt.

Über die Autorin


Birgit Wichmann

Wenn Leidenschaft auf Worte trifft: Birgit Wichmann ist Autorin und Texterin und liefert Wissen und fundierte Texte.

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2 Kommentare

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Andrea Görsch

20.01.2022 um 17:05 Uhr

Danke für diesen erhellenden Artikel ... ((Ärmelkrempelhochgeräusch)) 😊

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Birgit Wichmann

20.01.2022 um 22:28 Uhr
Gern, vor allem wenn es etwas nützt. Jeder fängt mal an.
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